Die wichtigsten mechanischen Werkstäten Deutschlands und ihre Bedeutung für den Geodätischen Instrumentenbau

. Mechanische Institute und Werkstätten 1730-1850 in Deutschland

Mechaniker, die sich mit dem bau geodätischer Instrumente befassten, gab es Hier eigentlich nicht viel später als in England. Doch hatten sie bis vor 250 Jahren kaum mehr als lokale Bedeutung. Der erste, dessen Leistungen einen über die Grenzen seiner Heimat hinausgehenden Ruf erlangte war Brander in Augsburg (1734bis1783).

Ihm folgte die im Jahre 1762 gegründete mechanische Werkstatt von Breithaupt/Kassel. Deren Erzeugnisse von den Fachleuten sehr bald geschätzt wurden, obwohl sie im 1. Jahrhundert ihres Bestehens außerhalb Hessens und seiner näheren Umgebung nur wenig eingang gefunden haben (28).

In erfolgreiche Konkurrenz mit dem Ausland ist die deutsche Mechanik nicht vor dem Anfang des vergangenen Jahrhunderts getreten.

 

Wohl als erstem gelang es Repsold in Hamburg sowie Reichenbach und Frauenhofer in München sich gegen die bis dahin dominierenden englischen Hersteller Geodetischer Instrumente durchzusetzen. Und zwar aufgrund ihrer hervorragenden Kenntnisse sowohl in der Mechanik als auch in der Mathematik. 

 

Dazu sind zu nennen:

 

In Bayern:                                    Brander, Reichenbach und Frauenhofer, bzw.

                                                    deren Nachfolger wie z. B. Georg Merz

 

In Hamburg:                                 das Repsoltd´sche Institut

 

 

In Kassel:                                     das Mathematisch mechanische Institut von Breithaupt

 

 

 Fußnote

 

[28] Jürgen W. Koch „Die Briefwechsel von Johan Georg Repsold mit Carl Friedrich Gauß und Heinrich Christian Schumacher“

 

Libri Books on Demand, ISBN 3-89811-624-7

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