Geschichtlicher Abriss

. Von der Antike bis zum Absolotismus

 

Der Gnomon ist wohl das erste geodätische Instrument, mit dem die großen Geometer und Geografen des Altertums durch Zenitmessungen der Sonne die Erde nach Größe und Gestalt zu bestimmen versuchten. Noch Ende des 17. Jahrhunderts war der Gnomon bei den meisten Sternwarten in Gebrauch (37, S.5).

 

Bei den alten Griechen hatte sich besonders Platon um die Pflege der Geometrieverdient gemacht. Man kennt aus der Überlieferung die Inschrift über seiner Akademie:

"Wenn man keine geometrischen Kenntnisse hat, - darf man nie zu mir eintreten".

Mit ihm wurde die Geodäsie bedeutungsvoll.

 

 Eratosthenes (275 - 194 v. Chr.) führte die erste Gradmessung zwischen Svene und Assuan aus, indem er die Einfallswinkel der Sonnenstrahlen in einem Brunnen bestimmte und dann die Entfernung der beiden Orte damit in ein Verhältnis setzte. Er bestimmte für den Erdumfang –umgerechnet- auf 46242,5 Meter.

 

 

In seinem Werk: "Über das Diopter" beschreibt er auch Aufgaben, die heute noch ihre praktische Bedeutung besitzen.

Dioptra bedeutet: Werkzeug zum durchsehen (siehe rechts).

 

Herons Instrument ist mit einer Zielvorrichtung versehen und erlaubt gleichzeitig Richtungs-und Höhen- bestimmungen.

Um die Zeit der Kreuzzüge 1100 - 1300 n. Chr. wurden viele Schriften aus dem Altertum in das Lateinische übersetzt und bildeten in Europa die Grundlage der geodätischen Kennt­nisse.

Eine neue große Blütezeit für die wissenschaftliche Geometrie und die mathematische Geographie entstand nach dem 15 Jahrhundert.

     Zu dieser Zeit gehören Namen wie:

Johannes Hüller (1436 - 1470)

     Weiterentwicklung der Algebra und Trigonometrie

     Erfinder des Jakobstabes 

Nikolaus Kopernikus

      Der Begründer eines neuen Weltbildes.

Peter Apianu und Phillip Apian 

      Stellen als Erste eine, auf trigonometrischen und   

      topographischen Messungen beruhende Karte von              Bayern her.                                                                

Gerhard Kremer, genannt „Merkartor".    

Er baute astronomische Instrumente und entwickelte die nach ihm benannte Kartenprojektion.

 

Die Arbeiten der letztgenannten und ihre (Karten-)Werke und Entwicklungen waren wegweisend für alle Gelehrten nach ihnen.

 

Um das Jahr 1600 waren, noch alle heronschen  Winkelmessinstrumente in Gebrauch:

Gnomon, Grorria, Diopter, Diopterastrolabium.

 

Einen neuen Entwicklungsschritt kann man mit der Erfindung des Fernrohres und der Kenntnisse der Logarithmen Rechnung und der bereits vervollkommneten Trigonometrie entdecken.

 

 

 

 

Kurz und Knapp

 

Die Geodäsie ist eine der Wissenschaften, die schon seit dem Altertum bekannt ist. Schon in der Antike befasste man sich mit der Erforschung der Größe und Gestalt der Erde aber auch der Stellung der Erde im Weltraum. Wie die Archäo­logen festgestellt haben, müssen schon die alten Assyrer und Babylonier sowie die Ägypter bereits besondere Feld­messer gekannt haben. Dies ist nichtverwunderlich, bedenkt man den hohen Stand der damaligen Kulturen hinsichtlich der landwirtschaftlichen und städtebaulichen Ausdehnung. Den „Gnomen“ und die Zwölfteilung des Kreises lernten die Griechen (Hellenen) schon von den Babyloniern kennen.

 

 

 

Abbildung 2 : Dioptra nach Heron
 

 

 

Literatur

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Internet

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