Die Bauteile des Theodolit und Ihre Geschichte

14. Das (Fuß)Gestell

 

Zweck:

Das Fußgestell oder auch Grundgestell oder Dreifuß oder Unterbau, trägt die Fuß- oder Stellschrauben zur Hori­zontierung des Instrumentes.

 

Gewöhnlich ist das Fußge­stell 3-armig. Es gab auch 4-Armige Grundgestelle. Die Fuß-schrauben können bei den älteren Geräten durchweg im Gang leichter oder schwerer gemacht werden.

 

Die Aufnahme:

Das Gestell trägt die zentrale Buchse zur Aufnahme des Theodolit Mittel- und Oberbaues. Am unteren Ende der Buchse wird in der Regel mit einem Gewinde die Anzugsschraube befestigt.

Kleinere Theodolite werden mit einem Stängelhaken oder mit einer Zentralschraube (mit Schraubenplatte, wobei der Senkel am Theodolit selbst befestigt, wird), wie sie von Tesdorpf eingeführt wurde, befestigt.

 

Größere Geräte sind schwerer gebaut und können auf kleinen Plättchen ruhend mit Eigengewicht auf dem Stativ stehen.

 

Die Befestigung:

Der Theodo­lit kann auch mit einer Federplatte auf dem Stativ, mithilfe einer Anzugschraube, befestigt werden. Vereinzelt trifft man auch die Befestigung mittels Kugelgelenkes (Nuss) an.

 

Das Material:

Das Gestell besteht meist aus Messing -aber auch Leichtme­tall, Stahlguss oder Grauguss.

 

Die Fertigungsart:

Für viele Firmen ist die Fertigungsart des Gestells ein ganz Typisches Merkmal

 

Sie ist bei großen Instrumenten in der Regel ziemlich massiv ausge­fallen.

Die Gleichmäßigkeit des Gestells erfordert eine Überarbeitung des Materials.

Hierbei kann man unterscheiden ob es sich um ein gegossenes Stück oder um einen aus dem ganzen Gefäßtes oder gefeiltes Teil handelt.

In den meißten Fallen wird das Gestell aus einem Stück gegossen und anschließend mechanisch bearbeitet gewqesen sein. Die Aufnahmebuchsen dagegen müssen zentrisch gedreht sein.

 

Die Farbgebung:

Die Farbgebung der Instrumente ist sehr verschieden und reicht von der natürlichen Farbe des Metalls bis zum tiefen Schwarz wie z. B. Dennert & Pape in Altona, die alle ihre Instrumente in derselben Brünierung in Schwarz ausführte.

Man kann sagen das diese Art der Farbgebung so etwas wie ein Markenzeichen der Firma war. Ebenso wie der handgeritzte oder geschlagene Firmenname auf den Instrumenten

 

 

 

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Aktualisiert am 13.05.2017